November-Auftakt mit vier PMU-Rennen

Gelsenkirchen, Montag, 2. November 2020:

General Lee hat in der höchsten Tagesklasse gute Aussichten auf den zweiten Jahressieg – Auf dem Weg zum »Gelsenkirchener Traber des Jahres« will Jo Black den achten Erfolg in Serie – Nach Disqualifikationen in »Derby«-Finale und »Breeders Crown« kehrt Venture Capital in den Alltagssport zurück
(GelsentrabPR) – Am Montag beginnt der Trabrennverein in Gelsenkirchen den November mit einem Kurzprogramm am Mittag. Bereits um 11.40 Uhr sammeln sich die Teilnehmer erstmals hinter dem Startwagen und liefern hoffentlich den Sport, den die Fans der schnellen Vierbeiner sehen wollen, auch wenn sie auf das Live-Erlebnis wegen der neuen Corona-Maßnahmen im November leider wieder verzichten müssen. Aus mehr als sicherem Abstand mitfiebern werden einmal mehr die französischen Traberfreunde, die über den Wett-Multi PMU ihrer Leidenschaft nachgehen können.


Der »General«?

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem als drittes von vier Rennen gelaufenen »Preis von Graignes«, in dem sich zehn Vertreter der höchsten Tagesklasse bis 50.000 Euro Gewinnsumme um die deutlich überdurchschnittlichen Preisgelder streiten. Beste Chancen auf die 1.800 Euro-Siegprämie hat Rob de Vliegers Paradepferd General Lee (9), den der Trainer selbst fährt und aus der zweiten Reihe insbesondere an Napster (7) vorbeisteuern muss. Der von Formfahrer Jochen Holzschuh pilotierte Wallach landete bei den letzten vier Auftritten dreimal auf dem Treppchen, kam jüngst in einer »Breeders Crown«-Entlastung jedoch weit hinter Free Bird (10/Robbin Bot) ins Ziel.
Der Ready Cash-Sohn aus dem Besitz von Hans Brocker glänzte in Berlin mit einem Top-Finish, dass ihn nach einem Schwächemoment im Schlussbogen aber nur noch auf Rang vier nach vorne brachte. Kann der Fünfjährige seinen gefürchteten Speed bei Gelsentrab voll einsetzen, wird er vermutlich vor Kiss Me Bo (2) »anschlagen«, in dessen Sulky Champion Michael Nimczyk Platz nimmt. Samson Ris (4/Eugene van den Berg) ist ein weiterer potenzieller Siegkandidat, der von seiner Bestform in dieser Saison bisher jedoch weit entfernt war.

Findet eine lösbare Aufgabe vor: General Lee (Rob de Vlieger).
Foto: © Sabine Sexauer

Nummer acht fĂĽr Jo Black?

Letzteres kann man von Jo Black (7/Age Posthumus) gewiss nicht behaupten. Der äußerlich unscheinbare Wallach ist seit sieben Starts ungeschlagen, hat in der Feldmark überhaupt noch nie verloren und ist mit seinen bisherigen sechs Volltreffern auf einem guten Weg zum Titel des »Gelsenkirchener Traber des Jahres«. Auf die leichte Schulter nehmen darf der Holländer den »Preis von Dieppe« dennoch nicht, denn mit Jaxon Schermer (9/Michael Nimczyk) erwartet ihn ein Herausforderer, der ihm möglicherweise schon Ende August ganz dicht auf den Pelz gerückt wäre, wenn es ihn im Eifer des Gefechts nicht von den Beinen gerissen hätte, als Michael Nimczyk ihn etwa 100 Meter vor dem Pfosten zum Angriff herausnahm. Als »Derby«-Vorlaufsieger verdient selbstverständlich der dreijährige Cunningham (11/Robbin Bot) ebenfalls einen deutlichen Hinweis, auch wenn er im Finale des »Blauen Bands« schon in der Startphase an Fehlern scheiterte.

Jo Black (hier mit Jaap van Rijn) hat in Gelsenkirchen noch eine weiĂźe Weste.
Foto: © Sabine Sexauer

Weniger Risiko fĂĽr Venture Capital

Im selben Rennen erwischte es den Stallgefährten Venture Capital (10/Michael Nimczyk) nur wenige Meter später, was für das Engagement im »Preis von Craon« natürlich ebenso wenig aussagekräftig ist, wie die neuerliche Disqualifikation in der anschließenden »Breeders Crown«. Weit unterhalb der höchsten Jahrgangsebene gilt der Mommert-Hengst am Montag als Top-Favorit, der mit dem Startplatz in der zweiten Reihe größere Probleme haben könnte als mit der von Kirby Starlake (1/Rob de Vlieger) angeführten Konkurrenz.


Französin mit Chancen

Schwerer zu beantworten ist die Frage nach dem ersten Sieganwärter im »Preis von Oraison«. Hier übernimmt Michael Nimczyk für Trainer Henk Grift die Fahrt der Französin Happy Women (2), die bei ihrem Debüt in der Heimat als Fünfte keine Akzente setzte, was bei Gelsentrab jedoch ganz anders aussehen kann. Von Pappe sind die Konkurrenten aber auch auf der einstigen Elitebahn nicht. Der Ende September nach unglücklichem Verlauf drittplatzierte Landsmann Hooligan Boy (8/Dion Tesselaar) und der zuletzt in der Startphase fehlerhafte Captain Olaf (4/Jochen Holzschuh) werden das Feld sicher nicht ohne Gegenwehr räumen.

Tipps Gelsentrab
Montag, 2. November 2020, 11.40 Uhr

1. Rennen: Hooligan Boy (8) – Happy Women (2) – Captain Olaf (4)

2. Rennen: Venture Capital (10) – Kirby Starlake (1) – Jack Baldwin (4)

3. Rennen: General Lee (9) – Free Bird (10) – Napster (7)

4. Rennen: Jo Black (7) – Jaxon Schermer (9) – Cunningham (11)

zum Renntag