Walderbe die deutsche Hoffnung am Tag der Superlative in Dubai

Meydan, Samstag, 27. März 2021:

Adrie de Vries auf Salute The Soldier im World Cup

Es ist ein Event der Superlative im internationalen Galopprennsport: Der Tag des 25. Dubai World Cup am Samstag auf dem Meydan-Kurs in dem Wüstenemirat lockt wieder die Stars aus der ganzen Welt an. Leider muss die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer ausgetragen werden, 2020 war sie sogar deswegen ausgefallen.

4 Gruppe- oder Grade-I-Sieger mit insgesamt 23 Siegen auf höchstem Niveau werden beim 25. Dubai World Cup an den Start gehen. Voraussichtlich 117 Pferde aus 11 Ländern werden an einem spektakulären Renntag mit Preisgeldern in Höhe von 26,5 Mio. US-Dollar antreten, der sechs Gruppe-I- und drei Gruppe-II-Rennen umfasst.

Auch Deutschland ist dabei: Im Dubai Gold Cup (Gruppe II, 750.000 Dollar, 3.200 m, Gras, 3. Rennen um 16:50 Uhr Ortszeit, 13:50 Uhr deutscher Zeit) startet der von Ralf Rohne in Düsseldorf für den Stall Düsseldorf Fighters trainierte Walderbe mit der Französin Mickaelle Michel, die auch beim guten zweiten Platz in einem Vorbereitungsrennen in Chantilly im Sattel saß. Der Maxios-Sohn gewann 2020 zwei Gruppe-Rennen in Italien mit dem Premio Carlo d‘ Alessio und dem Gran Premio del Jockey Club.

Walderbe bekommt es mit neun Gegnern zu tun, wie dem im Prix Royal Oak erfolgreichen Subjectivist (J. Fanning), sowie den Gruppe II-Gewinnern Spanish Mission (R. Moore) und Red Verdon (D. Egan) aus England, und Godolphins Secret Advisor (W. Buick), der Dritter im Red Sea Turf Handicap in Riad war. 

Der von Emirates gesponserte und über 2000 m ausgetragene Dubai World Cup (Gruppe I, 12 Mio. Dollar, 2.000 m, Sand, 9. Rennen um 17:50 Uhr unserer Zeit) ist natürlich DAS Top-Event des Tages. Hier darf der in Deutschland tätige holländische Jockey Adrie de Vries auf Salute The Soldier aus dem Stall von Fawzi Nass hoffen. Sie beiden Erfolge in der zweiten und dritten Runde der Al Maktoum Challenge auf diesem Kurs waren aller Ehren wert. 14 Pferde kommen an den Start.

Sehr hoch eingeschätzt wird Mystic Guide (L. Saez), der von Michael Stidham in den USA trainiert wird und die Jim Dandy Stakes gewann. Mystic Guide ist einer von drei Godolphin-Kandidaten im Feld, wobei der von Saeed Bin Suroor trainierte Gifts of Gold (C. Soumillon) ebenfalls das Heimteam vertritt. Er siegte im Red Sea Turf Handicap in Riad. Bei der dritten Godolphin-Hoffnung handelt es sich um Magny Cours (W. Buick), einen Schützling des französischen Maestros Andre Fabre. Drei Siege in Folge stehen auf seinem Konto, darunter im Prix Darshaan, einem Aufgalopp in Chantilly.

Doch die Konkurrenz ist stark, durch weitere US-Pferde, darunter der Pegasus World Cup-Zweite Jesus‘ Team (J. Rosario) für Trainer Jose Francisco D’Angelo und der von Miguel Angel Silva vorbereitete Grade II-Sieger Sleepy Eyes Todd (A. Moreno). Title Ready (R. Moore), der Sieger der Louisiana Stakes im Januar, trainiert von Dallas Stewart, vervollständigt das US-Aufgebot.

Japanische Interessen vertritt der Grade I-Held Chuwa Wizard (K. Tosaki), der im Dezember 2020 den Champions Cup für Trainer Ryuji Okubo für sich entschied, während der uruguayische Gast Ajuste Fiscal (V. Leal) für Trainer Antonio Cintra antritt. Great Scot (L. Dettori), Dritter im Saudi Cup letzten Monat, hält die Fahne für Saudi-Arabien und Trainer Abdullah Mishriff hoch. Gefährlich ist auch Military Law (A. Fresu), auch wenn er in Riad enttäuschte.

Eine fulminante Neuauflage Longines Dubai Sheema Classic (Gruppe I, 5 Mio. Dollar, 2.410 m, Gras, 8. Rennen um 17:10 Uhr) scheint sicher: Japans Superstute, die mehrfache Grade-I-Siegerin Chrono Genesis (Y. Kitamura), trainiert von Takashi Saito, tritt gegen den zweifachen Gruppe-I-Sieger und Hongkong-Vase-Star Mogul (R. Moore) an, der den irischen Top-Trainer Aidan O’Brien vertritt. Der von Bill Mott trainierte vierfache Gruppe-1-Sieger Channel Maker (J. Rosario) will nach seinem zweiten Platz im Neom Turf Cup im Februar in Riad noch einen draufsetzen, während der von John Gosden trainierte Saudi-Cup-Held von 2021, Mishriff (D. Egan) nach seinem Triumph im Saudi Cup (20 Mio. Dollar, dem höchstdotierten Rennen der Welt) auf die Grasbahn zurückkehrt. Mit dem Seriensieger Walton Street (W. Buick) und Dubai Future (L. Dettori), seinem Runner-up aus dem Dubai City Of Gold, hat Godolphin zwei Trümpfe. Nur schwer vorstellbar scheint Adrie de Vries‘  Hoffnung Simsir. Aus der Zucht des Gestüts Brümmerhof stammt der Godolphin-Doppelsieger Star Safari (M. Barzalona).

Das Dubai Turf (Gruppe I, 4 Mio. Dollar, 1800 m, Gras, 7. Rennen um 16:30 Uhr) lockt ein starkes britisches Aufgebot an, mit Lord North (L. Dettori) dem Sieger der Prince of Wales Stakes aus dem Stall von John Gosden, Lord Glitters (D. Tudhope), dem Sieger des Jebel Hatta am Super Saturday, trainiert von David O’Meara, vor Al Suhail (W. Buick), dem von Sir Michael Stoute vorbereiteten Regal Reality (R. Moore) sowie den von Simon Crisford aufgebotenen Court House (D. Egan) und Epic Hero (P. Cosgrave). Glen Force, der Ritt von Adrie de Vries, könnte der größte Außenseiter sein.

Der Golden Shaheen (Gruppe I, 1,5 Mio. Dollar, 1200 m, Sand, 6. Rennen um 15:40 Uhr) wartet mit einem multinationalen Feld auf, darunter der von Doug O’Neill trainierte Wildman Jack (F. Jara), der 2020 den Nad Al Sheba Turf Sprint gewann, und dem ebenfalls in den USA beheimateten Gruppesieger Yaupon (J. Rosario), der von Steve Asmussen gesattelt wird und nach seiner Niederlage im Breeder’s Cup Sprint im November auf Wiedergutmachung aus ist. Die Amerikaner treffen auf den Capella Stakes-Sieger Justin (R. Sakai) aus Japan, der wieder auf Copano Kicking (W. Buick) und Matera Sky (K. Tosaki) trifft, den Sieger bzw. Zweitplatzierten des Riyadh Dirt Sprints. Adrie de Vries steuert den Al Shindagha Sprint-Gewinner Al Tariq.

Der von Hideyuki Mori trainierte Japaner Pink Kamehameha (K. Tosaki) ist einer der Gäste für das UAE Derby (Gruppe II, 750.000 Dollar, 1.900 m, Sand, 5. Rennen um 15:05 Uhr), nachdem er bereits das saudische Pendant über eine Meile für sich entschieden hat. Stallgefährte France Go De Ina (J. Rosario) und der von Yukihiro Kato trainierte Takeru Pegasus (R. Moore) vervollständigen ein starkes japanisches Derby-Team, während El Patriota (V. Leal) Uruguay repräsentiert. Schlagen müssen sie den Lokalmatador Panadol (M.Barzalona), der hier im Al Bastakiya eine grandiose Partie bot, und Mnasek (S. Hitchcott) nach dem klaren Sieg in den UAE Oaks.

Im Al Quoz Sprint (Gruppe I, 1 Mio. Dollar, 1.200 m, Gras, 4. Rennen um 14:30 Uhr) treten der von Charlie Appleby trainierte Space Blues (W. Buick), der gerade den Turf Sprint beim Saudi Cup gewann und klarer Favorit werden düfte, sowie der von Charlie Hills trainierte Dubai World Cup Carnival-Star Equilateral (L. Dettori) an, sowie der Amerikaner Cowan (L. Saez), der im Saudi Derby den zweiten Platz belegte und ebenfalls von Steve Asmussen engagiert wurde. Auch Saeed bin Suroors Nad Al Shena Turf Sprint-Siegerin Final Song (C. Soumillon) meldet in den Godolphin-Farben Chancen an.

In der Godolphin Mile (Gruppe II, 750.000 Dollar, 1.600 m, Sand, 2. Rennen um 13:15 Uhr) kommt ein sehr internationales Feld an den Start. Steigerung muss der Curlin Stakes-Sieger von 2020 Parsimony (W. Buick), trainiert von Doug O’Neill in den USA, bringen. Aus Saudi-Arabien kommt  Urban Icon (O. Murphy). Der mehrfache UAE-Championtrainer Doug Watson sattelt das Trio Midnight Sands (P. Dobbs), der nach seinem beeindruckenden Sieg im Burj Nahaar sehr interessant scheint, Golden Goal (S. Hitchcott) ein Duo auf, während Satish Seemars Zabeel Stables drei Pferde schickt, darunter Secret Ambition (T. O‘ Shea), Roman Rosso (R. Moore) und Tuz (A. Fresu). Der von Salem Bin Ghadayer trainierte Blown By The Wind (R. French) versucht neben dem Japaner Dieu Du Vin (L. Dettori) und dem von Saeed bin Suroor vorbereiteten Dubai Mirage (C. Soumillon) sein Glück.

Das Dubai Kahayla Classic (Gruppe I, 750.000 Dollar, 2000 Meter, Sand, 1. Rennen um 12:45 Uhr) lockt eine tolle Liste der weltbesten Vollblutaraber an, darunter der Gruppe-I-Sieger Hajres (C. Soumillon) aus dem Stall der französischen Trainerin Elisabeth Bernard, der Al Maktoum Challenge Round 2-Gewinner und Bahnrekordhalter RB Frynchh Dude (P. Cosgrave), trainiert von Helal Alalawi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, und der von Didier Guillemin trainierte Deryan (I. Mendizabal), Sieger des The President of the UAE Cup 2020 in Deauville. Ebenfalls mit von der Partie ist das von Mutlaq Bin Mushreef in Saudi-Arabien trainierte Paar Mubasher Al Khalediah (A. Al Furaydi) und Mutwakel Al Khalediah (E. Castro), Sieger bzw. Zweiter der Obaiya Arabian Classic im vergangenen Monat. Adrie de Vries steuert Al Roba‘ A Al Khali, der hier Zweiter zu dem guten Braaq (R. Curatolo) war.

Tipps für die Rennen:

1.Rennen: Mubasher A Khalediah (10) – Mutwakel Al Khalediah (11) – Hajres (7) – Brraq (4)

2.Rennen: Midnight Sands (8) – Tuz (14) – Secret Ambition (12) – Roman Rosso (11)

3.Rennen: Subjectivist (11) – Secret Advisor (7) – Spanish Mission (8) – Red Verdon (5)

4.Rennen: Space Blues (8) – Final Song (11) – Equilateral (1) – Khaadem (3)

5.Rennen: Panadol (8) – Mnasek (13) – Pink Kamehameha (9) – Mouheeb (6)

6.Rennen: Matera Sky (8) – Yaupon (13) – Copano Kicking (3) – Wildman Jack (12)

7.Rennen: Lord North (10) – Lord Glitters (9) – Al Suhail (1) – Regal Reality (11)

8.Rennen: Mishriff (7) – Chrono Genesis (9) – Mogul (8) – Channel Maker (1)

9.Rennen: Mystic Guide (10) – Salute The Soldier (11) – Jesus‘ Team (7) – Military Law (9)

Meydan, 9 Rennen, erster Start 12:45 Uhr!

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